Gewerbe

Bewegung im Lebensmitteleinzelhandel

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Eifriges Wechselspiel im Lebensmittelhandel: An einigen Standorten in Konstanz werden neue Discounter einziehen. Die Rotation auf dem Discounter-Markt wurde ausgelöst, als die Tengelmann-Gruppe Plus an Edeka verkaufte. Allerdings erteilte das Kartellamt Auflagen: Einzelne Filialen musste es an Mitbewerber abtreten. Daher werden künftig einzelne Plus-Filialen in Penny umfirmiert, eine Tochter der Rewe-Gruppe. Konstanz ist davon betroffen. Denn in den bisherigen Plus an der Ecke Mainau-/Sonnenbühlstraße wird am 8. April Penny einziehen. Es wird die vierte Filiale in der Stadt sein, sagte Sabine Stachorski, Rewe-Pressereferentin der Region Südwest.

Penny-Markt Stifterstraße
Penny-Marktleiter Wolfgang Geißler und seine Mitarbeiterinnen

Penny-Märkte gibt es bisher in der Wollmatinger Straße und in Allmannsdorf (Mainaustraße). Der dritte Markt öffnet bereits am Dienstag, 24. März, in der Stifterstraße. Marktleiter Wolfgang Geißler und seine Mitarbeiter werden auf rund 800 Quadratmeter Verkaufsfläche etwa 1400 Artikel anbieten, darunter auch frische Lebensmittel und eine Biomarke, wie Rewe mitteilte.

Bei den anderen Plus-Märkten tut sich im Moment noch nichts. „Wir werden bis Mitte 2010 die Filialen in das Netto-Netz integrieren“, kündigte Christina Stylianou an, die Pressesprecherin von Netto. Das Unternehmen werde die Filialen in den kommenden Monaten modernisieren. Wann die Konstanzer an der Reihe sind, könne sie momentan nicht sagen. Das Sortiment sei aber bereits erweitert worden. Zudem habe man die Preise vieler Artikel gesenkt.

Lidl war vergangenes Jahr von der Stifterstraße in die Wollmatinger Ortsmitte gezogen. Mit dem Einzug von Penny in die leer stehenden Räume ist die Nahversorgung im großen Wohngebiet zwischen Wollmatingen und Fürstenberg gesichert. Architekt Christian Vögele, der für den Eigentümer das Objekt vor Ort betreut, ist froh über den neuen Nachmieter. Denn der Platz rund um das Gebäude, in dem sich auch eine Apotheke befindet, ist beengt. Eine große Anzahl an Stellplätzen sei bei Verhandlungen mit dem Lebensmittelhandel aber entscheidend. Der Architekt kritisiert in diesem Zusammenhang die Stadt Konstanz mit ihrem strengen Zentrenkonzept. Auf der einen Seite lasse die Stadtverwaltung auf vielen Flächen keinen Einzelhandel zu, andererseits genehmige sie riesige Einkaufsmärkte außerhalb der Innenstadt, wie Kaufland oder Edeka. „Das ist lächerlich“, sagte er.

Bild: Die Mitarbeiter des neuen Penny-Marktes in der Stifterstraße bereiten sich auf die Eröffnung kommende Woche vor: (von links) Gabriele Proll, Jessica Abu Hammad, Filialleiter Wolfgang Geißler, Sabine Stocker und Barbara Mayer.

Quelle: SÜDKURIER, 21.03.2009

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