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Gartenforum wächst

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Gartenforum
Das Team vom Gartenforum

Wer mit dem Auto von Allensbach in Richtung Wollmatingen fährt, sieht an der Kreuzung in Richtung Dettingen/Mainau eine Sonne auf einem warmen, erdigen Braunton. Das Markenzeichen der Firma Gartenforum prangt an dessen Lagergebäude im „Herrengarten“. Das Büro befindet sich im Neuwerk.

„Schwerpunkt unserer Arbeit sind ganz klar Privatgärten“, berichtet Florian Steidle. Das reicht von der Pflege bis zu einer völligen Neugestaltung. In Gärten werde mehr Geld investiert, beobachtet Eva Eisenbarth: „Die Rückbesinnung auf das Wesentliche findet direkt vor dem Haus statt, keine großen Reisen, sondern die Oase nach Feierabend liegt im Trend.“ Obstgehölze und Beerensträucher seien sehr beliebt. Weitere wichtige Themen seien das Grillen im Garten und die passende Möblierung.

Den Wunsch nach Qualität erfüllt das Gartenforum gerne, denn es gehe auch um die Wertschöpfung in der Region. Florian Steidle: „Wir kaufen möglichst hier im Raum ein.“ So bezieht man die Baustoffe im hiesigen Fachhandel, den Kies in der Umgebung, den Sandstein aus Rorschach und den Granit aus dem Bayrischen Wald oder dem Tessin. „Wir setzen auf alte Materialien, die vor 50 Jahren noch gang und gäbe waren, sie kommen jetzt wieder.“ Billige Ware aus China, die vielleicht auf Kinderarbeit beruht, will man möglichst nicht beziehen. Es gebe zum Beispiel die Möglichkeit, eben etwas weniger Platten auszulegen. Das Gartenforum scheint richtig zu liegen. Eva Eisenbarth: „Wir spüren gar nichts von einer Krise.“ Die Kunden kommen überwiegend aus Konstanz und zunehmend der Schweiz. Der Markt wird genau beobachtet und analysiert.

Ein Meister, sechs Gesellen, eine Planerin und eine Bürokraft arbeiten beim Gartenforum. Die drei Diplom-Ingenieure an der Spitze bauen dabei auf Eigengewächse, die man in der Ausbildung hegt und pflegt: Fünf Lehrlinge sind es aktuell. Sie bekommen die Firmenphilosophie täglich mit. Florian Steidle: „Wir versuchen, die Leute an uns zu binden und das Gartenforum-Gefühl zu entwickeln.“ Oft sitze das Team nach der Arbeit noch zusammen, um über alles zu reden. „Es ist ein sehr familiärer Rahmen“, ergänzt Eva Eisenbarth. Die drei Geschäftsführer selbst kennen sich bestens, schließlich haben sie sich schon beim Studium in Weihenstephan kennengelernt.

Das Gartenforum blüht und gedeiht weiter: 2009 und 2010 werde ein weiterer Meister eingestellt. Die Lehrlinge will man übernehmen, die frei werdenden Lehrstellen werden wieder besetzt. Florian Steidle ist optimistisch: „Wenn wir unseren Job gut machen, haben wir auch genug Arbeit.“

Quelle: SÜDKURIER, 9. Mai 2009

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